Finanzielle Unterstützung für pflegende Angehörige und Betroffene

Im Kanton Freiburg erhalten pflegende Angehörige für ihren Pflegeaufwand eine Entschädigung. Ziel dieser Pauschalentschädigung ist es, Heimeintritte von Personen zu verhindern, die zu Hause gepflegt werden können. Die Auszahlung erfolgt ab einem bestimmten Umfang. Die Spitex See/Lac hat für den Seebezirk den Auftrag, die Anträge und Abrechnungen der Angehörigen zu prüfen. Für die Prüfung der Anträge verrechnen wir eine geringe Gebühr.

Als einer von wenigen Kantonen der Schweiz kennt Freiburg Pflegebeiträge als Entschädigung an pflegende Angehörige. Damit eine Auszahlung erfolgt, muss der Pflegeaufwand ein gewisses Ausmass erreichen und die betreute Person muss im gleichen Haushalt oder in der Nähe wohnen. In Betracht gezogen werden pflegerische Verrichtungen bei hilfsbedürftigen Personen wie:

  • Hilfe beim An- und Auskleiden
  • Unterstützung beim Hinsetzen, Aufstehen und Zubettgehen
  • Hilfe bei der Essenseinnahme (nach der Zubereitung)
  • Unterstützung bei der täglichen Körperpflege und beim Baden
  • Hilfe beim Benützen der Toilette
  • Unterstützung beim Fortbewegen

Auch die Unterstützung von Menschen mit einer chronischen Erkrankung wird entschädigt. Dazu zählt beispielsweise die Betreuung einer Person mit Demenz, denn dies bedeutet oft, dass die Angehörigen rund um die Uhr eingespannt sind.

Wie wird die Pauschalentschädigung berechnet und ausbezahlt?
Der Pflegeaufwand wird in leicht, mittel, schwer und sehr schwer eingeteilt. Dieser Abstufung folgend werden je nach Pflegeintensität drei Entschädigungsansätze gesprochen: CHF 15.00, CHF 20.00 oder CHF 25.00 pro Pflegetag. Antrag stellen dürfen Personen, die seit mindestens zwei Jahren Wohnsitz haben im Kanton Freiburg.

Als berechtigte Angehörige reichen Sie vierteljährlich Ihre Abrechnung bei uns ein. Diese wird von unseren Stützpunktleiterinnen geprüft. Danach bezahlt die Kommission die Beiträge an Sie aus.

Hilflosenentschädigung für Betroffene
Die Hilflosenentschädigung wird unabhängig von Einkommen und Vermögen ausgerichtet. Wer bei alltäglichen Lebensverrichtungen wie Ankleiden, Aufstehen, Absitzen, Essen, Körperpflege etc. die Hilfe anderer Menschen benötigt, gilt als «hilflos» und kann eine Hilflosenentschädigung beantragen. Auch als hilflos gelten volljährige Personen, die dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen sind und zu Hause leben. Zudem wird berücksichtigt, ob besonders aufwendige Pflege oder Überwachung benötigt wird. Je nach Ausmass der Hilflosigkeit werden drei Schweregrade unterschieden: leicht, mittel und schwer. Die Hilflosenentschädigung wird von der IV geprüft und ausbezahlt. Pensionierte können bei der AHV eine Hilflosenentschädigung beantragen.

Ein Beispiel für eine Hilflosigkeit leichten Grades: Ein 56-jähriger Mann leidet nach einem Hirnschlag unter einer bleibenden Lähmung der linken Seite. Er ist beim Anziehen und beim Essen auf Hilfe angewiesen. Alle anderen Tätigkeiten kann er jedoch selbständig ausüben.

Bei Minderjährigen bezahlt die IV zusätzlich einen Intensivpflegezuschlag, wenn die tägliche Pflege mindestens vier Stunden in Anspruch nimmt. Auch hier werden die drei Stufen leicht, mittel und schwer unterschieden.

Falls Sie Fragen haben zur Pauschal- oder Hilflosenentschädigung sind wir gerne für Sie da. Die Links und die Formulare finden Sie nachstehende aufgelistet: